Tagesarchiv 9.Woche (Sonntag 26.2. - Sonntag 05.3.2006)


Datum: 5.März 2006 (Sonntag) MEZ 8:51 =====»HOME-Seite«=====
Arthur hat ein prachtvolles Buch gelesen, das für den Autor ROBERT A. HEINLEIN gar nicht typisch ist, bevorzugt er doch oft den militärischen Helden.

(1)+++[ROBERT A.HEINLEIN (1907-1988) schrieb 1970 I WILL FEAR NO EVIL. Deutsch 1995 in einer neu ausgestatteten Auflage wieder als TB mit Titel "Das geschenkte Leben". Bastei-Lübbe Verlag, 23163, 413 Seiten.]
Aufgrund der 35-jährigen Vergangenheit des Textes fassen wir uns in dieser Buchbetrachtung kurz. Der Klappentext sagt aus: »Johann Sebastian Smith hat alles, was man sich wünschen kann: Er ist erfolgreich, berühmt und einer der reichsten Männer der Welt. Doch Smith liegt im Sterben. Nur das Gehirn des Fünfundneunzigjährigen ist noch vollkommen intakt. Das bringt ihn auf eine scheinbar geniale Idee: Bevor er stirbt, lässt Smith sein Gehirn in einen anderen Körper transplantieren. Die Operation ist ein voller Erfolg: der alte Mann erwacht im Körper einer jungen, begehrenswerten Frau. Doch das "geschenkte Leben" ist voller ungeahnter Komplikationen ...«
Johann Sebastian Smith sitzt im Rollstuhl. Er ist Vorstandsvorsitzender eines riesigen Unternehmens, und er ist schon sehr alt. Daher gebar er schon länger die Idee sein Gehirn in einen jungen Körper verpflanzen zu lassen, das Gehirn und das motorische Nervensystem. Er will den Körper kaufen, doch wer gibt sich dafür her? Er sagt von sich selbst, dass sein Körper nur noch mit Draht und Klebeband zusammenhält; er muss schleunigst handeln. Und eines Tages ist die Sache passiert. Er hat einen jungen Körper. Nur sein Anwalt, und die Ärzte wissen, wer er ist. Nach dem OP erkennen die Ärzte kaum ob er wach ist oder schläft. Die OP war ein sehr gewagtes Unternehmen. Das Gehirn ist dabei, in einem großen Zeitraum, den Körper zu bedienen. Und schließlich nimmt Smith ganz ohne Panik wahr, dass er in einem weiblichen Körper steckt. Das Leben ist für ihn das Höchste was es gibt, wenn auch in einem Frauenkörper, er akzeptiert. Sein Anwalt, der ihn ständig besucht, gibt ihm zu wissen, dass der Frauenkörper, der seiner Sekretärin ist. Eunice war ermordet worden, und er hat ihren Körper, ist also feminin, jung und hübsch. Und sie war des Anwalts Freundin gewesen. Aus diesen Verhältnissen wachsen anfangs Schwierigkeiten die Dialoge füllen, doch Smith' Lebenswillen überwindet sie. Endlich, auch er selbst kann diesen Körper sehen, und den Augen, Armen und Beinen "befehlen". Und er kommt in eine zwiespältige Lage, laufend hat er zu seinen eigenen Gedanken solche von Eunice. Sein Hirn führt Selbstgespräche. Und er "redet" mit ihr über Sex und seine Kinder. Smith nennt sich nun Joan Eunice, der zweite Vornamen zum Dank. Die Übernahme des Körpers durch sein ich dauert einige Monate. In seiner jetzigen Identität geht es juristisch um seinen Status ob Smith oder Eunice oder Joan Eunice, denn dies muss er vor dem Richter beweisen, schließlich geht es um sein Besitztum ... etwas humorvoll wird die Geschichte als Joan Eunice ein Kind gebären wird ...

Dieses HEINLEIN-Buch liest sich geschmackvoll, wie das verspeisen eines Mittagsgerichts den Gaumen kitzelt. Wer viel Wert auf eine annehmbare SF-Staffage legt, wird hier aber enttäuscht sein, doch dafür wird ein ausgezeichneter Erzählstil geboten. Seine Vorliebe für militärische Themen kommt hier ganz und gar weit abseits. Es ist ein ganz anderer Themenkreis und H. beantwortet ihn auf seine Art, ist damals den heutigen Büchern um Langlebigkeit oder gar Unsterblichkeit weit davon geritten.
H. wurde mehr oder weniger aus Zufall SF-Autor, nachdem er wegen TBC den Dienst in der Marine quittieren musste. 1939 veröffentlichte H. die erste SF-Story in einem Magazin. Es folgten viele Storys, auch Romane, zu seinem Future-History-Zyklus. Seine Geschichten geben tiefen Einblick in die soziale, politische und kulturelle Umwelt seiner Handlungspersonen, Ansichten die wahrscheinlich seinem Ego entspringen. Eine Webpage schreibt: H. veröffentlichte (bis 14.7.2005 erfasst) 137 Storys, einen Artikel und 110 Bücher. Sein Leben war somit sehr erfolgreich, entgegen seinem anfänglichen Dafürhalten aufgrund der Krankheit ein Versager zu sein.
{Lebensdaten nach [2], MST}

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Datum: 4.März 2006 (Mittwoch) MEZ 10:21 ===»HOME-Seite«=====
Arthur bringt ein Schwarzes Loch, das nicht Sterne verschlingt, sondern neu entstehen lässt.



(1)+++[PM-MAGAZIN.DE - Natur. / Sternentstehung rund um Schwarze Löcher.]
»In einem Abstand von weniger als einem Lichtjahr vom Schwarzen Loch unserer Milchstraße entdeckten Astronomen vor einiger Zeit junge, massereiche Sterne und rätseln seitdem, wie diese dorthin gelangt sind.
Die Wissenschaftler folgern aus den Beobachtungsergebnissen, dass die "Regeln" der Sternentstehung sich in der Scheibe um ein Schwarzes Loch ändern: Da die Umgebung sich hier sehr deutlich von der normaler Sternentstehungs-Gebiete unterscheidet, ändert sich die Massenverteilung der entstehenden Sterne. So dürfte etwa um ein Schwarzes Loch ein sehr viel höherer Anteil an massereichen Sternen entstehen als in "normalen" Sternentstehungsgebieten. Wenn diese massereichen Sterne dann als Supernova explodieren, reichern sie die Umgebung mit schwereren Elementen wie etwa Sauerstoff an. Dies könnte erklären, warum solche Elemente in großen Mengen in den Scheiben um junge supermassereiche Schwarze Löcher gefunden wurden.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Theorien müssen geändert werden, neue Ansichten entstehen aus neuen Beobachtungen. Die Teile dieser Astronomie müssen vervollständigt werden. Auch neue SF muss dem Rechnung tragen. Aber SF ist ja Literatur, keine Futurologie. Sie sagt nicht absichtlich voraus als eine Art Präkog, ihre Geschichten werden aber trotzdem mitunter wahr. Denken wir nur an den Vater der europäischen SF - Jules Verne - und dessen technische Romane, die sich in gewissen Teilen bestätigt haben.+++]

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Datum: 3.März 2006 (Freitag) MEZ 13:11 ===»HOME-Seite«=====
Arthur beobachtet agentenbasierte Systeme. Was das ist? Knappe Erklärung unten.


(1)+++[PM-MAGAZIN.DE - Multimedia. / Agenten im Computer.]
»Ein internationales Wissenschaftlerteam um den Ökologen Volker Grimm vom Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) hat eine neue Strategie entwickelt, um agentenbasierte Systeme aller Art ausreichend realistisch abzubilden und so mit Hilfe von Computermodellen Entwicklungen zu verstehen und vorherzusagen. Alle sind sie Agenten: Kunden im Supermarkt, Makler an der Börse oder Bäume im Wald. Diesen Begriff haben Wissenschaftler eingeführt, um Individuen aller Art zu beschreiben und modellierbar zu machen, damit Prozesse in Natur oder Gesellschaft besser verstanden werden. "Der Agent ‚agiert' autonom und passt seine Entscheidungen den jeweiligen Umständen an. Und das ist es, was wir auch für die Agenten der Ökologie annehmen, die einzelnen Organismen. Sie haben den Auftrag, ihre Gene weiterzugeben, also möglichst viele überlebende Nachkommen zu erzeugen", sagt Dr. Volker Grimm. "Aber die Organismen müssen selbst entscheiden, wie sie ihr Ziel erreichen: Bin ich hungrig, dann muss ich das Risiko in Kauf nehmen, bei der Nahrungssuche gefressen zu werden. Bin ich satt, dann bleibe ich lieber in Sicherheit."« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Alle sind sie Agenten - auch Programme im Computer. Wir können uns also vorstellen (das ist nur ein Beispiel), dass im Computer auch Agenten, nämlich die Programme, vorhanden sind und sich gegenseitig beeinflussen aufgrund ihrer Programmierung. Sie unterstützen sich oder auch sie paralysieren sich. Auf dieser Basis kann man verschiedene Prozesse simulieren, bzw. zu allgemeinen Aussagen kommen.+++]

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Datum: 2.März 2006 (Donnerstag) MEZ 9:39 ===»HOME-Seite«=====
Arthur hat zwei Meldungen, die sich nicht irgendwo treffen können, dazu sind sie ohne Zusammenhang. Aber eins haben sie doch gemeinsam im großen Einblick, in unseren Augen, Ohr und Hirn sind sie äußerst interessant.


(1)+++[SPIEGEL.DE - AFAR-Senke. / Neuer Ozean wird Afrika spalten.]
»Neue Flüsse, Meere und Gebirge entstehen normalerweise im Zeitlupentempo. Nicht so in der Afar-Senke in Nordostafrika: Mit einer in geologischen Maßstäben atemberaubenden Geschwindigkeit entsteht dort ein neuer Ozean, der Afrika durchtrennen wird. Normalerweise wandelt sich die Umwelt unmerklich. Ein Menschenleben ist zu kurz, um zu bemerken, dass sich Flussläufe verändern, Gebirge aufsteigen oder Schluchten entstehen. Doch in der Afar-Senke in Nordostafrika öffneten sich in den vergangenen Monaten Hunderte Spalten im Wüstenboden, die Erde sank um bis zu 100 Meter ab. Gleichzeitig beobachteten die Forscher, dass Magma aufstieg und basaltischen Ozeanboden bildete. Geologisch gesehen wird es nicht mehr lange dauern, bis das Rote Meer die Region überflutet und ein Ozean entsteht, der Afrika teilen wird.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Nicht nur die Sterne bieten neue Ereignisse, solche der plötzlichen Überraschung, auch die Mutter Erde hat Dinge in der "Planung", die seltsam anmuten. Da soll sich ein neuer Ozean bilden, mitten durch Afrika. Es hört und liest sich wie von einem Terraforming auf dem Mars.+++]


(2)+++[PM-MAGAZIN.DE Mensch. / Einfach schreiben ist besser.]
»In Universitäts-Texten und in Fachbüchern findet man sie immer wieder: lange, unverständliche Bandwurmsätze, mit so vielen Fremdwörter gespickt, dass man zur Lektüre ein Lexikon bräuchte. Eine neue Studie hat nun ermittelt, dass sich die Autoren solcher Machwerke selber schaden. Denn der Gebrauch langer und komplizierter Worte wirkt bei Lesern keineswegs positiv. Nicht nur, dass es keinen Spaß macht, schwer verständliche Texte zu lesen - die Autoren solcher Texte werden von ihren Lesern auch als weniger intelligent eingeschätzt. Das ergab eine Studie der renommierten Universität Princeton. Das Ergebnis von Tests war eindeutig: je mehr unnötige komplizierte Wörter verwandt wurden, umso schlechter schnitten die vermeintlichen Autoren ab. Auch die schnörkelige Schriftart kam nicht gut an. Grundsätzlich sind aber lange und komplexe Wörter jedoch nicht zu verurteilen. Manchmal seien sie wichtig, um etwas Bestimmtes zu formulieren. Doch alles, was einen Text unnötiger Weise schwer verständlich mache, führe zu einer negativen Einschätzungen der Leser in Bezug auf Text und Autor.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Auffällige stachen uns in die Augen und wir wurden schnell fündig bei manchen Rezensionen von SF-Büchern. Klingen urige Fremdwörter im Sinne der Intelligenz eines Autors? Und je mehr um so mehr Intelligenz? Ist SF ein prekäres Beispiel, dass komplizierte Wörter angewendet werden müssen - oder nicht?+++]

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Datum: 1.März 2006 (Mittwoch) MEZ 10:00 ===»HOME-Seite«=====
Das Erdlicht - entdeckt und begründet von LEONARDO DA VINCI. Die neue amerikanische Mondmission 2020.


(1)+++[PM-MAGAZIN.DE - Technik. / NASA plant bemannte Mondmission.]
»In 15 Jahren soll es wieder so weit sein: Menschen auf dem Mond. Vier Astronauten wollen die USA auf die Reise schicken. Ziel der Mission: der Bau einer Mondstation. Im Januar 2004 hatte US-Präsident George Bush seine Weltraumpläne zum ersten Mal vorgestellt. Nun legte die NASA mit den Details nach: 104 Milliarden US-Dollar will die Raumfahrtbehörde in die bemannte Mondmission investieren. Mit diesem Geld soll auch das neue NASA-Raumschiff finanziert werden. Denn in sechs Jahren wird die jetzige Shuttle-Flotte aus dem Dienst ausscheiden. Das neue "Crew Exploration Vehicle" (CEV) soll wie eine größere Version der Apollo-Kapsel aussehen, mit einem kegelförmigen Kommandomodul, das die Astronauten mit Hilfe von Fallschirmen auf die Erde zurückbringen wird. Für die Energie-Versorgung im Weltall sorgen Solarzellen; die Antriebssysteme verbrennen eine Mischung aus flüssigen Methan und flüssigem Sauerstoff. Die Forscher hoffen, die Flotte eines Tages direkt auf dem Mond wieder auftanken zu können: Beide Gase könnten nämlich mit der entsprechenden Technik aus der Atmosphäre des Mondes gewonnen werden.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Erinnern wir uns an das denkwürdige Datum 20.7.1969. Apollo 11 absolvierte die erste bemannte Mission mit einer Mondlandung. Die Nachrichtenkanäle überschlugen sich mit Meldungen. Viele Briefmarken wurden in verschiedenen Ländern ausgegeben. Die Menschen sprachen tagelang nur über dieses eine Thema. Die erweiterte Stufe der Weltraum-Eroberung war geschehen. Und endlich waren Teile der SF-Literatur endgültig Realität geworden.+++]


(2)+++[PM-MAGAZIN.DE - Geschichte. / Das Geheimnis des Erdlichts.]
»Vor 500 Jahren löste Leonardo Da Vinci ein altes astronomisches Rätsel. Für die meisten unbekannt ist, dass Leonardo's beste Arbeiten nicht das Malen oder Erfinden waren, sondern stattdessen etwas aus der Astronomie: Er löste das alte Rätsel des "Erdlichts" ("Earthshine"). Sie können das Erdlicht immer dann sehen, wenn es eine Mondsichel nach Sonnenuntergang am Horizont zu sehen gibt. Seit Tausenden von Jahren waren die Menschen erstaunt von der Schönheit dieses "aschfarbenen Leuchtens". Aber was war es? Niemand wusste dies bis zum 16. Jahrhundert, als Leonardo es herausfand.
Im Jahr 2005, nach Apollo, sieht die Antwort einfach aus. Wenn die Sonne für den Mond untergeht wird dieser dunkel - aber nicht vollständig dunkel. Es gibt immer noch eine Lichtquelle am Himmel: die Erde. Unser eigener Planet erleuchtet die Mondnacht 50 Mal heller als ein Vollmond und ruft so das aschfarbene Leuchten hervor.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Ohne Kommentar.+++]

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Datum: 28.Februar 2006 (Dienstag) MEZ 8:11 ===»HOME-Seite«=====
Aus der Angebotsfülle immer die passenden Artikel herauszusieben ist wohl etwas Zufall, aber Arthur fand heute wieder zwei Nachrichten die höchst interessant sind für den aufgeweckten Surfer.


(1)+++[STERN.DE - Run"Mars Reconnaissance Orbiter". / Roter Planet zum Greifen nahe.]
»Knapp sieben Monate nach dem Start wird eine Nasa-Sonde den Planeten Mars erreichen. Sie wird so viele Infos über den Mars liefern wie keine andere Sonde vor ihr - doch zunächst muss sie einige kritische Manöver meistern. Nach dem knapp 500 Millionen Kilometer langen Flug soll die Raumsonde "Mars Reconnaissance Orbiter (MRO)" am 10. März in eine Umlaufbahn um den Roten Planeten einschwenken. In den folgenden sieben Monaten wird die Sonde dann immer kleinere Kreise um den Planten ziehen, bis sie eine endgültige Umlaufbahn von 300 Kilometer über dem Mars-Boden erreicht hat. Aus dieser Höhe sind dann mit der hoch auflösenden Kamera selbst Gesteinsbrocken von der Größe eine Schreibtischs klar und deutlich zu erkennen.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Der Mars ist derzeit ein auserkorenes Objekt des irdischen Besuchs. Nur bemannte Orbiter sind noch in Warteposition. Der Mars wurde in den vergangenen 10 Jahren zum häufigsten Objekt von Himmelskörpern in der SF-Literatur. Ohne weiteres lassen sich 25 Autoren aufzählen deren Protagonist der Mars war. So zum Beispiel GEORGIJ MARTYNOW 1957 mit dem Roman "220 Tage im Weltraum" bis FRANK W. HAUBOLD 2001 mit Collection "Das Tor der Träume".+++]


(2)+++[TELEPOLIS.DE - Rund um die Uhr wach. / Mit Hilfe von Pillen kann durchgearbeitet werden.]
»Es ist der Traum jedes gestressten Menschen, für den der Tag stets zu kurz und der Schlaf im Grunde schlicht verschwendete Zeit ist: Länger wach bleiben und mehr erledigt kriegen. Neue Medikamente machen es möglich. Zugelassen sind sie eigentlich, um Patienten, die an Narkolepsie leiden, zu behandeln. Aber zunehmend helfen sie auch Workaholics mit nur vier Stunden Schlaf auszukommen. Der Wirkstoff Modafinil macht es möglich. Statistisch betrachtet, schläft ein Erwachsener hierzulande jede Nacht etwas mehr als sechs Stunden. Experten gehen dagegen davon aus, dass man sieben bis acht Stunden pro Nacht schlafen sollte, der echte Wohlfühlschlaf dauert ihrer Meinung nach neun, bei manchen sogar zehn Stunden.« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++Dies ist ein gewaltiges Plus an die Nachtarbeiter, oder auch die-Nacht-Durcharbeiter. WORKAHOLIC, der unaufhörlich Arbeitende, der viel Zeit der Nacht verwendet, hat jetzt ein Standbein für seine Bestrebungen. Ob das aber seine Gesundheit verträgt ist wohl noch nicht erkannt?+++]

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Datum: 27.Februar 2006 (Montag) MEZ 9:54 ===»HOME-Seite«=====
Arthur hat das Roboter-Thema wieder aufgegriffen. Wir erinnern uns sofort, wenn auch ein bisschen vage, an ASIMOVs Robotergesetze. ASIMOV hat sich wahrscheinlich von den SF-Autoren am stärksten mit Robotern aller Art beschäftigt.


(1)+++[SPIEGEL.DE - Mars-Roboter. / Deutsche Katze statt Nasa-Rover.]
»Die Roboter, die, die NASA zur Erkundung der Marsoberfläche einsetzt, haben ein Problem: Sie sind schwerfällig und kommen nicht überall hin. Bremer Forscher entwickeln nun die Antwort: Aramies, die Kletterkatze mit den vier Krallen. Schon in naher Zukunft könnte sich eine seltsam aussehende Gestalt auf fremden Planeten herumtreiben. Mit ihren flinken Aluminiumfüßchen könnte sie laufen, krabbeln und sogar klettern. Keine Schlucht wäre ihr zu tief, keine Klippe zu steil. Sie könnte Gegenden vom Mars untersuchen, in die ein anderer Roboter nie kommen würde. Aramies heißt dieser Laufroboter auf vier Beinen. Entwickelt wird er von Wissenschaftlern im Bremer Labor des Deutschen Forschungs-Zentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).« Siehe Näheres auf dem LINK!

[+++ASIMOVs Robotergeschichten I, ROBOT erschienen um 1950 in Buchform, zuvor in Astounding von John W. Campbell jr. 1964 erschien dann THE REST OF THE ROBOTS mit weiteren Robotergeschichten. Seine Robotergesetze nähern sich unseren machbaren Vorstellungen der jetzigen Praxis: Siehe die Roboter-Katze. Für eine 1zu1-Umsetzung der Robotergesetze ist die Miniaturisierung noch zu unhandlich, noch müssen bessere Speicher, und bessere Möglichkeiten der Programmierung gefunden werden. Aber dies Beispiel zeigt, man ist am Ball.+++]

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Datum: 26.Februar 2006 (Sonntag) MEZ 9:17 =====»HOME-Seite«=====
JOHN WYNDHAM, ein Autor der H.G.WELLS zum Vorbild hatte, und stilistisch ihm nahe kam, ist hier mit dem Buch "Ärger mit der Unsterblichkeit" vertreten.

(1)+++[JOHN WYNDHAM (1903-1969) schrieb 1960 den Roman TROUBLE WITH LICHEN. Zu deutsch "Ärger mit der Unsterblichkeit", 1970. Herausgegeben im Heyne-Verlag, 3207, 142 Seiten.]
Francis Saxover, ein älterer Biochemiker und Forscher mit eigenem Unternehmen, entstammt einem bürgerlichen Haus in England. Seine Firma produziert Patenterfindungen biologischer Art. Zusammen mit einer jungen Angestellten, namens Diana Brackley, ebenfalls Biochemikerin, entdeckt er zufällig die lebensverlängernde Wirkung einer seltenen aufbereiteten Flechtenart. Als Antigeron, oder auch Lichenin, bezeichnen sie das Produkt. Hemmend ist der Fundort der Flechte für eine großangelegte Produktion - ein an Russland grenzendes Gebiet Chinas, also weitab, und dazu ein rares Vorkommen. Und Russland und China sind keine leicht verträglichen Handelspartner. Schnell begreifen sie die Zusammenhänge, wenn das Mittel auf den Markt käme, können sie hohe Gewinne erwarten.
Vorläufig, gute zehn Jahre sind Vergangenheit geworden, Diana hat sich inzwischen mit einem Schönheitsinstitut selbständig gemacht, probieren sie das Mittel an Mitarbeitern und Familienmitgliedern. Die Wirkung stellt sich tatsächlich ein. Langsam bohrt sich Neugier bei den Anwendern in den Vordergrund. Fragen tauchen häufiger auf und geheim gehaltene Fakten dringen an die Öffentlichkeit. Über Jahre wollen immer mehr Leute das Mittel verabreicht haben. Erste Zeitungen veröffentlichen Vermutungen, die sich immer mehr erhärten (Eine Jahreszahl für die Handlung wird nicht genannt.).
Hochgerechnet können nur 3000 bis 4000 Leute damit behandelt werden, Francis und Diana wollen aber eine breitgefächerte Nutzung. Also schweigen beide Firmen. Die Skandalblätter schreiben über Rentenzahlungen bei einer Alterserwartung von 200 Jahren, über vage Handelsbeziehungen, über Arbeitslosigkeit usw. Diana beharrt darauf, dass sie nur Seetang verarbeiten. Eine von mehreren Dutzend Probantinnen bekommt davon hässlichen Ausschlag, sie ist das eine Prozent, die es nicht verträgt und wird mit einer hohen Summe stillgelegt, das aber bestimmte Kreise der Presse total aufrührig macht. Auf Francis' Firma wird ein Anschlag verübt - Brandstiftung. London steht vor panischen Zuständen. Mystizismus und religiöse Erklärungen nehmen durch Zeitungen, die immer öfter Seltsames vermuten und Mitarbeiter Dianas bestechen wollen, großflächig zu. Da Francis sich im Hintergrund hält, will Diana die Sache der Öffentlichkeit endlich im TV erklären, hofft darauf, damit die Menschen zur Ruhe zu bringen. Still schwebt ihr vor, dass sich mit diesem Mittel der Homo tiuturnus entwickeln könnte ... mehr Geschichte sei nicht verraten.

John Wyndham setzt die richtigen Worte zur Charakterisierung von Personen und Handlungen. Das Buch ist ein Konzentrat gegen jegliche Langeweile. Er veröffentlichte 1931 seine erste Erzählung, vom Stil her schreitet er in den Fußtapfen des H.G.WELLS. Sein gesamtes Werk ist recht schmal, doch bodenständig, interessant und spannend. 1951 erschien wohl sein bekanntester Roman "Die Triffids". J.W. untersucht in "Ärger mit der Unsterblichkeit" den Fall einer äußerst profitablen und dabei seltenen Entdeckung - das Mittel zur beträchtlichen Lebensverlängerung. Die Evolution des "neuen Menschen", des Homo tiuturnus wird angetippt. Die Story zeigt Wirkungen von wichtigen Neuigkeiten auf Menschen, sowie auf die Möchtegern-großen-Zeitungen, die alle Mittel nutzen um die Auflagenzahl zu erhöhen. Und sie beschreibt letztlich wie panikartige Zustände die Menschen ergreifen, wenn starke lebensverändernde Umstände eintreten können ... J.W. widmet sich leider mehr den Randbedingungen eines solchen Ereignisses, als dem Zustand selbst.
J.W.s Lebenswerk, in runden Klammern die Erstausgaben:
Die Reise zum Mars (Stowaway To Mars, 1935)
Die Triffids (The Day Of The Triffids, 1951)
Kolonie im Meer? (The Kraken Wakes, 1953)
Wem gehört die Erde? (The Chrysalids, 1955)
Es geschah am Tage X... (The Midwich Cuckoos, 1957)
Ärger mit der Unsterblichkeit (Trouble With Lichen, 1960)
(Consider Her Ways and Others, 1961)
Eiland der Spinnen (Web, 1979)
{Quellen bezüglich dem Schaffen von J.W. sind DDB.DE, FICTIONFANTASY.DE, WIKIMEDIA.DE.} [MST].

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