Tagesarchiv 33.Woche (Sonntag 13.8. - Sonntag 20.8.2006)


Datum: 20.August 2006 (Sonntag) MEZ 7:18 ===»HOME-Seite«=====
Zusammenhänge der Entstehung des Weltraumes. Heute oft in den Online-Zeitungen vertreten, machen neugierig auf neue Theorien, bzw. ihre Vervollkommnung. Sie wecken Assoziationen zu Space Operas bekannter SF-Autoren. Heute die Vorstellung eines Romans von POUL ANDERSON.

SPIEGEL.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Deuterium. / Versteckspiel in der Milchstrasse.]
»Wie viel Deuterium, das kurz nach dem Urknall entstanden ist, existiert noch heute? Mehr als vermutet, glauben Astrophysiker nach neuen Messdaten. Nun muss womöglich die Entstehungstheorie unserer Galaxie korrigiert werden. Deuterium ist nicht nur für Chemiker etwas ganz besonderes, sondern auch für Astrophysiker. Der schwere Wasserstoff entstand nämlich wenige Minuten nach dem Urknall. Deuterium war auch an der Entstehung von Sternen beteiligt. Statt um rund 33 Prozent hat sich demnach die Deuteriummasse in der Milchstraße nur um etwa 15 Prozent reduziert. Deswegen müssten nun die Modelle über die chemische Entwicklung der Milchstraße überprüft und dann womöglich korrigiert werden, berichten die Wissenschaftler.«
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[+++Ein solches Thema lockt geradezu Geschichten über den Weltraum an - Space Operas. Über Deuterium selbst zu schreiben dürfte langweilig sein, bzw. keine SF. Also nehmen wir ein Thema der Weltraum-Expeditionen. So ist POUL ANDERSON (1926-2001), SF-Autor, auch Schwiegervater des SF-Autors GREG BEAR, "ein Monument der modernen SF" - meint der Klappentext von "Der Weltenwanderer", USA 1998. Was er immer gut gemacht hat, ist auch hier gut: neue Welten werden erdacht, physikalische Phänomene populär und interessant beschrieben, wenn man dem Buch auch das hohe Alter des Autoren anmerkt.+++]

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Datum: 19.August 2006 (Samstag) MEZ 9:32 ===»HOME-Seite«=====
Gen-Manipulationen? Kann ein einzelner Wissenschaftler aus persönlicher Rache seines Schicksals heraus - handeln und eine Seuche erzeugen. Zugegeben die Pest hat man längst im Griff. Aber könnten nicht neue Seuchen hervor gekrochen kommen? FRANK HERBERT beschreibt genau diesen Fall.

WELT.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Epidemien. / Pesthauch der Parasiten.]
» Wissenschaftler decken ein Geheimnis des Schwarzen Todes - der Pest - auf. Kleiderläuse waren verantwortlich für die rasche Ausbreitung in Europa. Keine Krankheit hat in der Geschichte der Menschheit ähnlich traumatische Spuren hinterlassen wie die Pest. Vermutlich bereits während des Peloponnesischen Krieges (430 vor Christus) rollte eine Epidemie durch die griechische Welt. Die Pest wütete zeitweise bis ins europäische Mittelalter. Damals wusste man nichts über Bakterien, zu denen der Erreger der Pest gehört, geschweige denn über Antibiotika. Die Therapie sollte möglichst schnell, innerhalb von 24 Stunden nachdem erste Symptome auftreten, beginnen. Zudem treten auch resistente Stämme auf, und die Bakterien gelten als potenzielle biologische Kampfmittel.«
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[+++ Heute sind Aids, Malaria und Tuberkulose gefürchtete Infektionskrankheiten. Und Gen-Manipulationen? FRANK HERBERT schrieb 1982 (dt. 1990) den Roman "Die weiße Pest", in den Genmanipulationen, sie gehören zu den gefährlichsten Experimenten (1982), führen könnten. Der Klappentext sagt: » … ein Unglücksfall könnte eine Seuche entstehen lassen, neben der die Pestepidemie der Vergangenheit vergleichsweise harmlos erscheinen würden und die binnen Wochen Millionen Menschen dahinraffen könnte …«. Sicher ist diese Einschätzung im Jahr 2006 nicht mehr wahrheitsgemäß oder doch?+++]

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Datum: 18.August 2006 (Freitag) MEZ 13:40 ===»HOME-Seite«=====
Arthur griff eine mars-typische Trilogie um eine futuristische Besiedlung des Mars darzustellen. KIM STANLEY ROBINSON war in den 90er Jahren damit sehr erfolgreich. Außerdem erschien die Trilogie in einer für Taschenbücher seltenen Hardcover Ausgabe, die lange Haltbarkeit demonstriert. Und die heutige Nachricht will die Kanäle und sonstigen Muster auf dem Mars erklären.

SPIEGEL.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Roter Planet. / Mysteriöse Mars-Muster enträtselt.]
»Lange haben Wissenschaftler gerätselt, woher die geheimnisvollen Muster kommen, die den Mars-Südpol wie Kanäle und Spinnennetze überziehen. Jetzt haben Experten eine Erklärung für die seltsamen Strukturen vorgelegt. Wenn auf Erden der Frühling kommt, sprießen hübsche Blumen hervor. Auf dem Mars aber schießen dann ganz andere Dinge aus dem Boden. Treffen die ersten Sonnenstrahlen die Eiskappe am Südpol des Roten Planeten, brechen machtvolle Kohlendioxid-Fontänen aus der Oberfläche. Die Gas-Säulen reißen feinen, dunklen Sand in die dünne Atmosphäre und verteilen ihn in weitem Umkreis. Das Ergebnis sind bis zu 50 Meter breite Fächerartigen Gebilde, umgeben von sternförmigen Kanalsystemen. Nach drei bis vier Monaten sind die mysteriösen Muster wieder verschwunden.«
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[+++Wir haben eine Roman-Trilogie von KIM STANLEY ROBINSON, 1996 1.Band erschienen, als Beispiel gewählt. Die Handlung dreht sich kaum um Mars-Muster, aber es geht um den Mars selbst - die Besiedlung. Nach Homepage von Florian Breitsameter folgt: » … die Romane "Roter Mars", "Grüner Mars" und "Blauer Mars" beginnen nach einem kleinen Ausblick auf spätere Ereignisse mit dem Flug der ersten hundert Auserwählten zum Mars. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Großmächte, die sich angesichts der sich zuspitzenden Probleme auf der Erde (Überbevölkerung, Umweltverschmutzung und Zusammenbruch der Machtstrukturen) zusammengefunden haben, um eine Station auf dem Mars aufzubauen. Nach einem komplizierten Auswahlverfahren und einem Überlebenstraining in der Antarktis (die dem Mars noch am ehesten ähnelt) finden sich nun 50 Männer und 50 Frauen auf einer Art Arche zusammen um für immer auf dem Mars zu bleiben. Dass sich bereits auf dem langen Flug erste Bindungen und Konflikte ergeben scheint selbstverständlich, doch die ersten hundert halten zusammen und schaffen es tatsächlich nicht nur zu überleben, sondern auch als Wegbereiter für folgende Expeditionen und schließlich der Besiedlung zu dienen. Doch mit dem Ansteigen der Bevölkerung und einem zunehmenden kulturellen Gemisch und der Einmischung der Großkonzerne kommt es bald zu einem explosiven Gemisch, das schlussendlich zu einer blutigen Revolution führt ...«. +++]

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Datum: 17.August 2006 (Donnerstag) MEZ 7:45 ===»HOME-Seite«=====
Arthur und die Planeten - eine immer wiederkehrende Nachricht. Heutzutage will man drei Himmelskörper des Sonnensystems zu Planeten stempeln. CERES, CHARON und XENA. Und einst schrieb ein sowjetischer SF-Autor von einem weiteren Planeten in der Nähe Merkurs - "Der zehnte Planet".

WELT.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Astronomie. / Die Zahl der Planeten steigt.]
»Das Sonnensystem bekommt voraussichtlich drei neue Planeten. Durch die erste wissenschaftliche Definition des Begriffs Planet erhöht sich die Zahl der Planeten in unserem System von neun auf mindestens zwölf. Die möglichen zusätzlichen Planeten sind keine neu entdeckten Himmelskörper, sondern die bekannten Objekte Ceres, Charon und der noch namenlose 2003 UB313, der den inoffiziellen Namen Xena erhalten hatte. Darüber hinaus könnten zahlreiche weitere Kandidaten nach der neuen Definition möglicherweise zu Planeten erklärt werden. Ein Planet ist demnach ein Himmelskörper, der um eine Sonne kreist und kein Mond ist, und der von seiner eigenen Schwerkraft zu einer kugelähnlichen Gestalt zusammengepresst wird.«
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[+++Kurz nach dem 2.Weltkrieg, 1947, erschien in der sowjetisch besetzten Zone der fantastische Roman "Der zehnte Planet". Kurz hintereinander in 2 Auflagen, wobei der Namen des Autors verschieden geschrieben wurde. Einmal BELAJEW und zum anderen BELJAEW (für Sammler wichtig, siehe rechts.). Er schrieb einen Roman der im Jahr 1956 spielt. Und die Handlung dreht sich um die Entdeckung eines zehnten Planeten. Aber dieser sei nicht draußen an Pluto anschließend gelagert, sondern auch in der Erdekliptik, nur 180° versetzt. Und erdähnlich. +++]

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Datum: 16.August 2006 (Mittwoch) MEZ 10:10 ===»HOME-Seite«=====
Die Landung auf dem Mond 20.Juli 1969 - das Datum der ersten Inbesitznahme außerirdischen Bodens für ein wissenschaftliches Studium eines Mondes. Und dazu schriftstellerische Bemühungen einen "Mondspaziergang" literarisch darzustellen. - Und nun die Nachricht, die Original-Videos sind weg …

SPIEGEL.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Peinliche Panne. / NASA hat Mondlandung-Videos verbummelt.]
»Es klingt wie in einem schlechten Film: Die Kassetten mit den Bildern der ersten Mondlandung sind weg. NASA-Mitarbeiter haben über ein Jahr nach den Videos gesucht - und sie nicht gefunden. Die Filmtechnik aus den siebziger Jahren ist veraltet, und die Videogeräte der US-Raumfahrtbehörde NASA sind mit der Fernsehtechnik von heute nicht kompatibel. Um also Bilder und Filme der ersten Mondlandung der Nachwelt zu erhalten - und das womöglich in einer besseren Qualität -, müsste man einfach die Videos auf den alten Geräten abspielen und mit einer modernen Kamera wieder aufnehmen. Doch aus dem Plan der NASA wurde nichts: Die US-Raumfahrtbehörde hat die Original-Videobänder verschlampt. Die Bilder von jenem 20. Juli 1969 waren vom Mond zu Empfängerstationen in Kalifornien und Australien gesendet worden. Von dort aus gingen die Bilder über Houston in alle Welt. Die Kassetten mit den Aufnahmen blieben, so die Vermutung der NASA, in den Archiven - in welchen, ist allerdings unklar.«
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[+++Bezüglich des Mondes gibt es viele Bücher, die sich mit einer Landung, einer Station oder einer größeren Expedition beschäftigen. (A) So ist historisch glauben wir der Anfang gemacht mit der berühmten Geschichte der Fantastik des EDGAR ALLEN POE (1809-1849): "Die Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall". Ein sehr ungewöhnliches Ereignis lässt die Bürger von Rotterdam auf den Marktplatz eilen, ein riesiger Ballon aus Zeitungspapier, der die Form einer Narrenkappe hat und von dem ein Brief abgeworfen wird. Der Brief kommt direkt vom Mond. Von dem Bürger Hans Pfaall, der darin seine unglaubliche und abenteuerliche Mondfahrt beschreibt. (B) Auch Jules Verne hat eine Mondreise beschrieben. (C) Oder gute hundert Jahre später die Geschichte guten Durchschnitts des GERHARD BRANSTNER, DDR 1978: "Der falsche Mand im Mond". Üben wir Nostalgie mit alten Büchern. Heute können wir so ein DDR-Buch aus verschiedenen Gründen nicht in die hinterste Ecke schleudern, nur weil es aus der Hand eines DDR-Autoren stammt. Dies Buch verkörpert genauso Geschichte. Lesen wir doch auch heute noch Bücher von HANS DOMINIK, und diese sind aus einer noch weiteren Vorgängergesellschaft. Dieser Buchinhalt "lebt" in einer Gesellschaftsversion, in der, der Sozialismus den Kapitalismus als banales Altertum abgestempelt hat (heute wissen wir es anders). BRANSTNER schildert gewisse Situationen auf dem Mond, scheinbar normale Begegnungen, aber auch ein Attentat. Die Leute auf dem Mond, in der Regel Wissenschaftler, leben in Lunastadt. Stoff der Handlung ist die Erfindung der "Beherrschung der Gravitation". Andere wollen die Erfindung rein weg stehlen.+++]

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Datum: 15.August 2006 (Dienstag) MEZ 11:10 ===»HOME-Seite«=====
Arthur fischte einen interessanten Artikel aus dem Pulk von Nachrichten des Internets. Das Universum soll älter sein als bisher angenommen.

SPIEGEL.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Neuberechnung der Größe. / Weltall soll größer und älter sein.]
»Unsere Nachbargalaxie M33 ist 15 Prozent weiter von uns entfernt als bislang angenommen, behaupten Astrophysiker. Auch die kosmische Hubble-Konstante stimme nicht, denn das gesamte Universum sei größer als bisher gedacht - und zwei Milliarden Jahre älter. Sie haben zehn Jahre lang an der Methode gefeilt und sie ausprobiert. In einer ersten Phase hätten Astrophysiker das hellste beobachtbare System für ihren Test ausgewählt: einen Doppelstern in unserer Nachbargalaxie M33, die auch als Dreiecks- oder Triangulumnebel bezeichnet wird. M33 ist drei Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und nicht 2,6 Millionen, wie bisher gemessen und berechnet. Wenn aber diese Distanz 15 Prozent größer ist, dann sind es möglicherweise die Entfernungen zu anderen Galaxien auch. Die Konsequenz: Das Alter des Universums müsste um dieselbe Größenordnung korrigiert werden - und damit wäre auch der Wert der Hubble-Konstante um 15 Prozent geringer als bislang angenommen. «
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[+++ Der Klappentext des Romans "Spur der toten Sonne" als Hardcover 1996 von IAIN BANKS geschrieben, als Taschenbuch dt. 2002 unter dem Titel "Exzession" erschienen, schildert ein Objekt das älter ist als das Universum. »Zwei ein halb Jahrtausende ist es her, dass ein rätselhaftes Artefakt in einem entlegenen Sektor des Raumes auftauchte. Es war eine riesige schwarze Kugel, die eine uralte Sonne umkreiste. Messungen ergaben, dass das Gestirn tausend Milliarden Jahre alt sein musste, also mindestens fünfzig Mal älter als unser Universum. Wie war das möglich? Und eines Tages war das Gestirn verschwunden.
Ein fulminanter Roman, der bis an die Grenzen des sprachlich Ausdrückbarem vorstößt, um die denkbare Vielfalt der Entwicklung von Intelligenz im Kosmos vor Augen zu führen und Raum und Zeit, Vergangenheit und Zukunft in den Griff zu bekommen... das Buch beinhaltet den missglückten Kontakt. Die Kultur (ein Teil der BANKS'schen Welt) wird nicht für würdig befunden. Die fremde EXZESSION findet nur Abscheu für sie...«+++]

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Datum: 14.August 2006 (Montag) MEZ 7:18 ===»HOME-Seite«=====
Was könnte auf der Erde nach einem gewaltigen Meteoriteneinschlag passieren? Der Untergang? Die Dezimierung der Menschheit? Welche Bedingungen führen dazu? Arthur griff dieses Thema aus Neugier.

SPIEGEL.DE: ARTIKEL:

(1)+++[Meteoriteneinschlag. / Forscher auf den Spuren der Apokalypse.]
»Nicht nur in der Bibel, auch in anderen uralten Schriften wie dem Gilgamesch-Epos geht die Welt beinahe unter. Eine Forschergruppe glaubt nun den historischen Kern der Apokalypse-Geschichten gefunden zu haben - einen gigantischen Meteoriteneinschlag. Jetzt haben Wissenschaftler in der jordanischen Wüste Spuren entdeckt, auf die frühzeitliche Untergangsberichte wie das Gilgamesch-Epos gründen könnten - das wiederum eine mögliche Inspirationsquelle für die biblische Sintflut-Geschichte war. Die Forscher fanden nahe der Grenze zu Saudi-Arabien einen gewaltigen Krater, der bei einem Meteoriteneinschlag in der Mittel-Steinzeit vor weniger als 10.000 Jahren entstanden sein soll. Man identifizierte eindeutig Spuren einer "Bombe" aus dem All.«
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[+++Solche geschilderten Meteoriteneinschläge, gegen die es heute noch keine hundertprozentige Abwehr gibt, können gegebenenfalls für die Erde unter natürlichen Umständen eine gewisse ENDZEIT hervorrufen. Einen Untergang der Zivilisation. 1985 schrieb HERBERT W. FRANKE den Roman "Endzeit", welcher eine solche Endzeit schildert. Ohne die eigentliche Ursache der Vergangenheit anzugeben schrieb FRANKE von einer ständigen Dezimierung der Menschheit. Dem Aussterben der Menschheit. Das Ende, geneigt der Dekadenz als Folge von einem Meteoriteneinschlag zuzuordnen, kommt ganz natürlich. Und die Welt hat Dilemmas - Wasserknappheit, Verflüchtigung der Atmosphäre, usw. In 70000 Jahren lebt die dezimierte Menschheit nur noch in wenigen bewohnbaren Regionen. In abgedichteten Arealen und Kuppelstädten. Einzig und allein Computer beherrschen noch die Erkenntnisse der Wissenschaften. Die Hauptfigur Andres soll ein bestimmtes Dokument in der riesigen Bibliothek finden, das Dokument zur Abwendung des Endes ihres Daseins.
Einen anderen Ausgang beschreibt MICHAEL MOORCOCK 1972 in dem Roman "Die Zeitmenagerie", gleichfalls ein Endzeitroman. M.M. beschreibt die Marotten der verbliebenen Unsterblichen. Das sukzessive "Entschlafen" der Menschheit, das letztlich ebenso durch Tod der Zivilisation endet. Das gärende Desinteresse an bewusster Weiterentwicklung. Da fällt die Frage auf: Was ist die höchste letztendliche Lebensgrenze für Zivilisationen? Eingeschlossen sei auch eine mögliche fehlerbehaftete Entwicklung der Menschheit selbst. Die Handlung ist grob betrachtet, eine Geschichte um einige Überlebende der Evolution, deren Wissen ausreicht sich jeden Wunsch zu erfüllen.+++]

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Datum: 13.August 2006 (Sonntag) MEZ 7:11 =====»HOME-Seite«=====
Arthur wählte diesmal den GROSSEN HEINLEIN für eine Buchvorstellung. Ein Buch über die Leben eines Unsterblichen - des Lazarus Long. Allgemeines und Besonderes. Ein Roman um wenig SF-Staffage, aber je mehr um Leben.

BUCHVORSTELLUNG:

(1)+++[Nach seinen Jugendbüchern begann ROBERT A. HEINLEIN (1907-1988), nach einzelnen herausragenden Werken wie "Ein Mann in einer fremden Welt", etwa 1973 kohärent ernsthaftere SF-Literatur zu schreiben als bisher. So auch den begeisternden Roman TIME ENOUGH FOR LOVE, zu dt. "Die Leben des Lazarus Long". Von einem Mann, der Tausende Jahre alt wurde. Hier Produkt des Verlages Bastei-Lübbe im Jahr 2002. Nummer 24303, 781 Seiten.]
R.A.H. schildert die Leben eines besonderen Unsterblichen, seine Fantasien und seine Natürlichkeit, eines durch wissenschaftliche Verfahren Erneuerten, der die Auffrischung aufgrund von Verjüngungskuren in den Howard-Verjüngungskliniken erleben konnte. Die jeweiligen Lebensstationen haarklein wiederzugeben hieße, den Roman mit Akribie zu kopieren, daher selbstverständlich nur eine kurze Einschätzung. In der Einführung des Textes schreibt R.A.H. eine Menge Namen die der Unsterbliche, jeweils einen in einer neuen Epoche angenommen hat. Der Text ist in einer gewissen Chronik dargelegt, geschrieben in verschiedenen Orten und verschiedenen Zeiten eines Tagebuches. Der Beginn liegt hauptsächlich auf dem Jahr 2053, das ist nämlich der Ausgangspunkt der großen Diaspora, der massenartigen Inbesitznahme von Kolonien, dem Zeitpunkt für den Bau des Libby-Sheffield-Antriebes. Lazarus Long's Hauptsitz ist Neu-Rom auf dem Planeten Secundus. Die Chronik wurde erstellt vom Hauptarchivar der Howard-Stiftung namens Ira, zugleich ein Nachkomme mit ebensolcher Verjüngung.

Lazarus Long unterhält sich mit dem Nachfahren Ira über die soeben erfolgte zigste Verjüngung und hat doch bereits eine gewisse Sättigung seiner Lebenslust erreicht, die durch Gesten zum Ausdruck kommt. Andererseits ereignete sich auch die Nachfrage Lazarus' nach dem Selbstmordhebel, einer Mechanerie für den Suizid, dem man ihm wohlweislich nicht gegeben hatte. Die Techniker haben ihn wieder hochgepäppelt. Seine bisher letzte Episode ist das Ereignis 1.Weltkrieg, dem er schwer verletzt gerade so entronnen ist.
Es folgen Episoden genauso wie vordem auch und raffinierte Lebensweisheiten, eben Mischungen die des Lazarus' und die des R.A.H.'s selbst. Darin kann der Autor sehr gut eindrucksvoll und spannend erzählen. Im Grunde wird ein gewisser Alltag an Erlebnissen und Handlungen vorgebracht, der diese eines Unsterblichen erfüllt. Satirisch angemerkt: Nichts Besonderes - nur Leben. Es scheint er hat einen treffsicheren Plan, welche Events er noch erleben möchte. Ein Großteil ist den Frauen und Kindern des Lazarus oder auch Senior genannt - vorbehalten. Dem Autor fielen tausend Geschichten für eine interessante Karriere ein, wobei nur wenig SF-Staffage integriert ist, die das Buch andererseits zu sehr mechanisiert hätte. So ist das Werk ein plaudernder Begleiter eines reichlichen Lebens aus dem Natürlichen, reich an aktuellen facettenreichen Merkmalen, die, die Zeit prägten. Ob Politik, Frauen, Verjüngung, Auskommen, Rezession, Armeezeit, Beförderungen, Geschlechtsumwandlung, Überleben, Computer, Laufbahn, Kinderreichtum, Suizid, Beruf, und anderen Kategorien … der Autor ist überall mit seinen Worten zuhause. Seine vorläufig letzte Station ist das Jahr 1916. Der lange Besuch bei seinen Eltern namens Woodrow als ein gewisser Ted Bronson, heimlich, erwartungsfroh - mit einer Zeitmaschine. Und der 1.Weltkrieg, zu dessen Teilnahme es ihn dann als Zeitheld drängt, wobei er angeschossen wird und einige seiner Töchter ihn in die Normalzeit zurückholen und retten.

R.A.H. war einer der ganz Großen unter den SF-Schriftstellern. Eher durch Krankheit zur Science Fiction gekommen, als durch geplante Entwicklung, schrieb er 1939 seine erste Erzählung, die im ASTOUNDING herauskam. R.A.H. bekam 6x den HUGO. Er hatte einen großen Einfluss auf die weltumspannende SF. Und doch wirft man ihm nachträglich einen Hang zum Militarismus vor - so nach dem Buch "Sternenkrieger". Zwei Werke sind verfilmt worden - "Endstation Mond" und "Sternenkrieger". Den NEBULA anvertraute man ihm wohl nicht, sein Stil war wohl zu durchsichtig und militärisch, simpel und doch gut lesbar. Es bedurfte keines Lexikons um die Worte zu verstehen. R.A.H. schrieb 138 Storys, 1 Artikel, und 112 Bücher in deutscher Übersetzung. [MST 8/2006].

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